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Rückblick 2022 / positive Psychologie / eine hilfreiche, neue Routine

Zum Jahreswechsel ein paar Gedanken, die ich mit Euch teile. War es ein gutes Jahr? War es ein schlechtes Jahr? Rückblickend auf das Jahr 2022 wird uns sicherlich vieles einfallen und es war ganz bestimmt alles dabei. Häufig ist es jedoch so, dass uns die negativen Sachen schneller einfallen, als die positiven und wir zusätzlich auch länger und intensiver über die negativen Erfahrungen nachdenken, als über die positiven.


Aber es ist nicht so, dass es mehr Negatives gab. Diese Wahrnehmung liegt an der Struktur und der Eigenschaft unseres Gehirns. Es liegt am Austausch zwischen dem Hirnstamm und dem Thalamus. Bei positiven Erfahrungen neigt unser Gehirn dazu, diese abperlen zu lassen wie auf einer Teflon-Schicht. Bei negativen Erfahrungen ist es wie ein Klettband: sie haften regelrecht an und beschäftigen uns Stunden, Tage, Monate oder gar Jahre.


Grund dafür ist, dass unser Gehirn die Erfahrungen sammelt und in dieser Dauerschleife versucht, uns vor der nächsten negativen Erfahrung zu bewahren oder es die Selbstvorwürfe sind, weil wir etwas bereuen, getan zu haben. Diese Funktion können wir nicht wirklich abschaffen, aber wir haben die Möglichkeit, ein anderes Denken zu trainieren und zu entwickeln, indem wir den Fokus bewusst auf die positiven Erlebnisse und Erfahrungen lenken (das negative Denken passiert sowieso automatisch, da müssen wir also nichts mehr trainieren).


Es geht hierbei nicht darum, dass wir uns das Leben schön reden, wir lenken unseren Fokus lediglich auf die Dinge, die bei uns abperlen, wie an einer Teflonschicht: also die angenehmen Erfahrungen. Wir sprechen von positiver Psychologie.


Zurück zum Jahreswechsel und dem Rückblick auf 2022: vielleicht magst du dich für einen Moment in Ruhe aufrecht hinsetzen und innehalten. Atme langsam und ruhig ein paarmal tief ein und wieder aus. Die Füße sind parallel und berühren den Boden. Reflektiere bewusst: Was gab es Positives in diesem Jahr? Wenn es zunächst auch nur Kleinigkeiten sind, die dir einfallen, dann sei geduldig, bleib dabei. Wenn du magst, schreib dir die Erlebnisse und Gedanken auf, das kann hilfreich sein. So kannst du dir immer wieder alles vor Augen halten. Entwickle dann Dankbarkeit für all die schönen und guten Dinge, die du erlebt oder erhalten hast. Situationen oder Aufgaben, die du gemeistert hast; Begegnungen, die dein Leben bereichert und schöner gemacht haben; Geschenke (auch immaterielle), die du bekommen hast. Und auch umgekehrt: Wen hast du glücklicher gemacht, beschenkt und bereichert, inspiriert oder motiviert? Wem hast du Liebe geschenkt und von wem fühlst du Dich geliebt? Du kannst auch dir selbst danken, dass du immer wieder gut für dich sorgst; deinem Körper danken, dass er dich durchs Leben "trägt" – auch wenn vielleicht nicht alles intakt ist, dennoch bist du hier, jetzt!


Also Inspiration für das neue Jahr könntest du eventuell auch mit einem Dankbarkeits-Tagebuch starten. Fange klein damit an, täglich, abends, kurz innehalten. Nimm dir die Zeit und reflektiere den vergangenen Tag: "Wofür bin ich heute dankbar?" Und wenn du dies regelmäßig tust, entwickelst du eine sehr hilfreiche, neue Routine, die dein denken verändert und dein Leben bereichern wird!


Wir haben so vieles, was für uns selbstverständlich geworden ist und was wir nicht mehr wahrnehmen. Ich habe ein Dach über dem Kopf, Essen, Trinken, und auch eine Heizung – ja, trotz „Krise“! Klingt das für dich banal? Für mich nicht. Ich bin auch für meine Familie, meine Freunde(*) und vieles mehr dankbar. Auch dafür, dass du meine Zeilen liest.


Ich bin mir sicher, du hattest auch Schönes in 2022 und für das neue Jahr wünsche ich dir das Allerbeste! Vor allem dass du aus allem, was dir im neuen Jahr begegnet, egal ob positiv oder negativ, immer das Bestmögliche machst und lernst. Wer weiß, vielleicht begenen wir uns dieses Jahr noch!


Herzliche Grüße Jürgen Thilo Böck





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